Managen statt liefern

Unser Gesamtnetz ist 573.000 km lang und führt durch 5 europäische Länder. In Deutschland haben wir im Jahr 2017 mehr Strom als jeder andere Verteilnetzbetreiber transportiert.

Mit der Dezentralisierung ändert sich die Rolle der großen Energieunternehmen: Von Energieversorgern werden sie zu Energiemanagern. Denn in einem dezentralen Energiemarkt müssen sie Strom aus immer mehr Anlagen in die Verteilnetze integrieren und zudem die Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie ausgleichen.

Wie der Strom dort hinkommt, wo er gebraucht wird

Die Entwicklung geht aber noch weiter. Schon jetzt nehmen viele Menschen die Chance wahr, ihre selbst erzeugte Energie einfach und eigenständig zu Hause zu nutzen und ins Netz einzuspeisen. Der Anteil dieser Prosumer – Kunden, die Energie gleichzeitig konsumieren und produzieren – wird weiter steigen, und sie werden ihre Ressourcen mit Familie, Freunden oder Nachbarn teilen können.

„Unser Ziel ist es, die Energie-Infrastruktur zukunftsweisend umzugestalten.“Hildegard Müller, COO Netz & Infrastruktur innogy SE

Virtuelle Kraftwerke steuern dezentrale Anlagen

Mit der IT-Plattform SmartPool hat innogy das virtuelle Kraftwerk der nächsten Generation auf den Markt gebracht. Virtuelle Kraftwerke steuern Verteilung und Verkauf von in vielen kleinen Anlagen produziertem Strom. Bislang waren sie für das Bündeln mehrerer 100 Anlagen konzipiert, SmartPool kann aber mehrere 10.000 Anlagen steuern. So werden die Prozesse wesentlich günstiger.

SmartPool vermarktet den gebündelten grünen Strom aber nicht nur, sondern gleicht auch Schwankungen aus und hilft damit, das Netz stabil zu halten – bei hohen Anteilen der wetterabhängigen Produktion von Wind- und Solarenergie ist das eine anspruchsvolle Kunst.

 

Strom aus jeder Ecke

In einem dezentralisierten Energiemarkt ermöglicht innogys SmartPool eine effiziente und ausgeglichene Stromversorgung für den Prosumer.

Aufgaben von SmartPool

Der SmartPool übernimmt drei Aufgabenbereiche:

Teilnehmer im SmartPool

Die 3 genannten Aufgabenbereiche steuern das Energiemanagement von 9 Teilnehmern des SmartPool-Systems.

Privathaushalte

Haushalte werden von klassischen Konsumenten zu eigenen Produzenten.

E-Mobility

Energie für elektrische Fahrzeuge wird durch dezentrale Erzeugung bereitgestellt, auch bei hoher Last.

Gewerbe/Industrie

Synergien bei der Versorgung für energieintensive Gewerbe durch Steuern von Energie.

Energiespeicher

Netzstützende und dezentrale Speicherung von Energie.

Stadtwerke/Netzbetreiber

Wichtige Partner in der Produktion und Verteilung von dezentral erzeugter Energie. Regional und überregional.

Photovoltaik

Solarstrom findet sich bereits heute vermehrt auf Dächern privater Haushalte.

Windkraft

Eine der am stärksten wachsenden Sparten. Auch bei wenig Wind sorgt SmartPool für eine stabile Versorgung.

Blockheizkraftwerk

Mini-Kraftwerke, die aus Erd- oder Biogas Energie erzeugen und ins Netz einspeisen können.

Biomassekraftwerk

Durch das Verbrennen regenerativer Energieträger wird Energie und Wärme erzeugt.

Energie kreativ verbinden

Das Energiesystem der Zukunft verbindet viele kleine Teile zu einem großen Ganzen, und das testen wir schon heute – im DESIGNETZ. Unter der Führung von innogy und gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) haben sich 47 Partner aus Energiewirtschaft, Industrie, Forschung und Entwicklung zusammengetan, um das Energiesystem der Zukunft zu erforschen.

DESIGNETZ ist eines von 5 „Schaufenstern“ des Programms SINTEG (Schaufenster intelligente Energie – digitale Agenda für die Energiewende), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ins Leben gerufen wurde. Ziel des Programms ist die Entwicklung von Musterlösungen für eine klimafreundliche, verlässliche und effiziente Energieversorgung. DESIGNETZ ging am 1. Januar 2017 an den Start und erhielt vom Bund eine Förderung von 30 Millionen Euro.

DESIGNETZ – die Summe aller Teile

DESIGNETZ beginnt beim Prosumer und vernetzt alle Teilnehmer miteinander. Das Zusammenschalten lokaler Erzeuger und Verbraucher ermöglicht die erzeugungsnahe Nutzung der regenerativ erzeugten Energie. Ist dies nicht in ein Gleichgewicht zu bringen, dann wird der Ausgleich mit den benachbarten regionalen oder überregionalen Verteilnetzen gesucht.

Mehrstufiges Energiemanagement

Lokale Energiebereiche werden mit regionalen und überregionalen Energiebereichen vernetzt. Energie wird mit den übergeordneten Bereichen ausgetauscht, wenn lokal und/oder regional Überschüsse oder Unterdeckungen vorliegen.

Testregionen für DESIGNETZ

3 Regionen mit höchst unterschiedlichen Verbrauchsmustern, repräsentativ für ganz Deutschland.

Nordrhein-Westfalen

Städtische Ballungs­zentren mit einem hohen Bedarf an Energie.

 

 

 

Rheinland-Pfalz

Ländliche Gegenden mit viel Erzeugung aus Erneuerbaren Energien sowie urbane Zentren mit einem hohen Energiebedarf.

 

 

Saarland

Herausforderungen durch einen starken Strukturwandel, u.a.  intensiver Ausbau erneuerbarer Energien und Wegfall großer Verbraucher in der Stahl- und Kohleindustrie.

 

 

 

Digitalisierung der Netze

Das Ziel ist Management von Flexibilität und Entwicklung sowie Bereitstellung von Produkten, Dienstleistungen und Services.

 

Dezentrale Erzeugung

Energieerzeugung wird dezentral und bewegt sich vom klassischen Kraftwerk zum effizienten Gesamtenergiesystem mit vielen verschiedenen Teilnehmern.

Effzienz und Kundenverhalten

Durch Datentechnik lässt sich die Verteilung von Energielasten effzient steuern und analysieren.

Neue Erzeugungsarchitektur

Der Trend zur Dezentralisierung verändert auch die klassische Erzeugungsarchitektur hin zu kleineren und dezentralen Erzeugern wie Solaranlagen auf Privathäusern.

Speicher und Flexibilität

Zu viel produzierte Energie wird durch die dezentrale Erzeugung auch an vielen Orten gespeichert und ermöglicht so einen flexiblen Einsatz der Ressourcen.

Digitalisierung

Durch das Zusammenwirken von Anlagen und Netzen im digitalisierten Energiesystem wird eine effiziente Verteilung von dezentral erzeugter Energie möglich.

E-Mobility

Designetz berücksichtigt den mit Elektromobilität verbunden Wandel hin zu dezentralen Ladeeinrichtungen. Somit finden Akkus auch als Speicher im Energiesystem der Zukunft ihre Verwendung.

Marktdesign und neue Rollen

Eine dezentrale Energiewirtschaft stellt auch den Markt vor neue Aufgaben. Neue Marktteilnehmer müssen zukünftig berücksichtigt und deren Energieangebot bzw. -verbrauch vergütet werden.

Starke Partnerschaften für die Energiezukunft

47 Konsortialpartner aus Stadtwerken, Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Forschung arbeiten in über 30 Teilprojekten zusammen.

Zum nächsten Kapitel Vertriebslösungen